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Kooperatives Verfahren Tucherpark, München

Ziel der Projektentwicklung war es, den ehemals reinen Bürostandort Sep Rufs aus den frühen 70er Jahren in ein gemischt genutztes Quartier nach den aktuellen baulichen Standards zu transformieren.
Eine Besonderheit dieses Verfahrens war es, während des Bauleitplanverfahrens zur Qualitätssicherung ein eigens für das Vorhaben konzipiertes, kooperatives Planungsverfahren für die unterschiedlichen hochbaulichen Projekte durchzuführen. Das Werkstattverfahren diente dazu, qualitätvolle Lösungsvorschläge für alle Einzelmaßnahmen im Rahmen des Gesamtkonzeptes Tucherpark zu erreichen und in gemeinsamer Arbeit einen abgestimmten Masterplan als Grundlage des Bebauungsplans vorzulegen. Insgesamt neun internationale Architekturbüros waren beauftragt, im Diskurs innovative Ansätze für das Quartier zu entwickeln. Wichtiger Bestandteil des gesamten Prozesses war das interdisziplinäre Arbeiten und der ständige Austausch der Planungsteams untereinander, aber auch mit der Politik, der Verwaltung, mit Expert:innen und der Bauherrschaft – alle vertreten in einem Projektbeirat – sowie der Öffentlichkeit. Alle Beteiligten erarbeiteten somit gemeinsam eine Grundlage für die Gestaltung der einzelnen Teilbereiche. Dadurch wurde eine kontrollierte Heterogenität ermöglicht und zugleich die für das in Teilen denkmalgeschützte Ensemble Sep Rufs notwendige Homogenität gesichert.

Teilnehmende Büros:

  • 03 Arch., München
  • ADEPT, Kopenhagen, Hamburg
  • Hascher Jehle Architektur, Berlin
  • Atelier Kempe Thill – Thörner Kaczmarek, Rotterdam, Düsseldorf
  • MVRDV, Rotterdam
  • Snøhetta, Studio Innsbruck, Innsbruck
  • steidle architekten, München
  • allmannwappner, München
  • Kiessler Architekten, München
Werkstattverfahren
joint venture: Commerz Real + hausInvest + Hines Immobilien GmbH
Mai 2023 – August 2024
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Florence Baur
Stephanie Holl